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Insekten

Tigermücke in der Westschweiz: Prävention und Bekämpfung

Die asiatische Tigermücke breitet sich in der Schweiz aus und stellt ein wachsendes Gesundheitsrisiko dar. Wie erkennen Sie sie, welche Risiken bestehen und wie können Sie sich schützen?

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Die asiatische Tigermücke: eine invasive Art auf dem Vormarsch

Die asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist eine invasive Stechmückenart aus Südostasien, die sich seit den 1980er-Jahren weltweit ausbreitet. In der Schweiz wurde sie erstmals 2003 nachgewiesen; seither hat sie sich vor allem in den wärmeren Regionen des Mittellandes und der Westschweiz etabliert. Klimaexperten gehen davon aus, dass sich das Verbreitungsgebiet mit steigenden Temperaturen weiter ausdehnen wird.

Die Tigermücke unterscheidet sich von der einheimischen Hausmücke durch ihre markanten schwarz-weissen Streifenmuster auf Körper und Beinen – daher der Name. Sie ist kleiner als die Hausmücke (etwa 5–10 mm), aber deutlich aggressiver. Während die Hausmücke vor allem in der Dämmerung sticht, ist die Tigermücke tagaktiv und sticht zu jeder Tageszeit – besonders in den kühlen Morgenstunden und am Abend.

Gesundheitsrisiken der Tigermücke

Die Tigermücke ist ein potenzieller Überträger verschiedener Tropenkrankheiten. In ihrer Heimatregion kann sie Dengue-Fieber, Chikungunya, Zika-Virus und das West-Nil-Virus übertragen. Für eine Übertragung müsste die Mücke jedoch zuerst eine infizierte Person stechen und dann dieses Virus auf eine weitere Person übertragen.

In der Schweiz ist das Risiko einer lokalen Übertragung aktuell gering, da die meisten Infektionskrankheiten, die die Tigermücke übertragen kann, hierzulande noch nicht vorkommen. Das Risiko nimmt jedoch mit dem globalen Reiseverkehr zu. Schweizer Gesundheitsbehörden überwachen die Situation eng.

Unabhängig vom Krankheitsrisiko sind Tigermückenstiche unangenehm und können starke allergische Reaktionen verursachen. Die Stiche jucken intensiver und länger als die der Hausmücke.

Lebensweise und Brutplätze

Die Tigermücke benötigt für ihre Fortpflanzung stehendes Wasser – aber nur sehr kleine Mengen davon. Bereits wenige Milliliter Wasser in einem Blumentopf-Untersetzer, einer Regentonne oder einem verstopften Regenrohr reichen für die Ablage der Eier aus. Weibchen legen ihre Eier direkt an die Wasseroberfläche oder knapp darüber – die Eier sind äusserst widerstandsfähig und können monatelang austrocknen, ohne abzusterben.

Typische Brutplätze im Garten und am Haus: Blumentopf-Untersetzer, Regentonnen ohne Abdeckung, Gartengiessgiessenkannen, alte Reifen, Vogeltränken, verstopfte Regenrinnen, Plastikabdeckungen und Gartenmöbel.

Prävention: So reduzieren Sie das Risiko

  • Leeren und reinigen Sie wöchentlich alle Behälter mit stehendem Wasser (Untersetzer, Schüsseln, Deckel)
  • Decken Sie Regentonnen mit engem Netz ab oder kaufen Sie spezielle Tonnen mit Larvendepot-Tablets
  • Reinigen Sie Regenrinnen regelmässig und sorgen Sie für freien Abfluss
  • Bringen Sie an Fenstern und Türen feinmaschige Insektenschutzgitter an
  • Verwenden Sie zugelassene Mückenschutzmittel (DEET oder Icaridin) auf der Haut

Meldepflicht und kollektive Bekämpfung

In der Schweiz gilt eine Meldepflicht für das Auftreten der Tigermücke. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) koordiniert zusammen mit den Kantonen Überwachungs- und Bekämpfungsprogramme. Wenn Sie die Tigermücke in Ihrem Gebiet entdecken, können Sie die Sichtung auf der offiziellen Plattform der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL melden.

Bei einem starken Befall in einem Gebiet kann eine koordinierte Bekämpfung mit zugelassenen Larviziden (biologische Mittel auf Basis von Bacillus thuringiensis israelensis) eingesetzt werden, die Larven in Brutgewässern abtöten, ohne für Mensch und Umwelt gefährlich zu sein.

Professionelle Bekämpfung

Wenn Sie auf Ihrem Grundstück trotz aller Präventionsmassnahmen einen anhaltenden Tigermücken-Befall feststellen, können unsere Fachleute eine gezielte Bekämpfung durchführen. Wir analysieren das Gelände auf Brutplätze, behandeln potenzielle Brutstätten mit zugelassenen Larviziden und setzen Adultizide nur gezielt und minimiert ein.

Für Unternehmen, Gemeinden oder Wohnanlagen mit grösseren Aussenanlagen bieten wir auch regelmässige Präventionsbegehungen und saisonale Behandlungsprogramme an. Erfahren Sie mehr auf unserer Seite Insektenbekämpfung in der Westschweiz.

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Unsere Fachleute analysieren Ihr Gelände und bekämpfen die Brutplätze wirksam und nachhaltig.

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